Symptome der Arbeitssucht
Sind dir einige der folgenden Symptome vertraut?
  • Du hast Angst vor der Arbeit und brauchst lange, um endlich anzufangen.
  • Du kannst dich nicht auf die Arbeit konzentrieren und verzettelst dich oft.
  • Du nimmst dir viel zu viel vor und arbeitest bis zur völligen Erschöpfung.
  • Du beurteilst dich und deinen Tag fast ausschließlich nach der Menge der geleisteten – mehr noch der nicht geleisteten – Arbeit.
  • Dein Perfektionsanspruch lähmt dich oft völlig bei der Arbeit.
  • Du weist Kontakte, Einladungen und Unternehmungen mit dem Hinweis auf "zu viel Arbeit" zurück.
  • Du kannst zwischen Freizeit und Arbeitszeit nicht trennen und denkst auch in der Freizeit dauernd an die Arbeit (und umgekehrt).
  • Du stehst häufig unter Zeitdruck.
  • Du möchtest möglichst viel in kurzer Zeit und mit geringem Aufwand erreichen.
  • Du glaubst, "erst etwas leisten" zu müssen und dir dein Lebensrecht durch Arbeit beweisen zu müssen.
  • Du schämst dich deiner Arbeitsschwierigkeiten oder Arbeitssucht und magst mit niemandem darüber sprechen.

Jeder von uns kennt eines oder mehrere dieser Symptome. Wir versuchen deshalb, unseren Schwierigkeiten gemeinsam zu begegnen und stützen uns dabei auf das Zwölf-Schritte-Programm der anonymen Selbsthilfegruppen.

    Loslassen der Arbeitssucht
    Unser Ziel ist es, an jedem Arbeitstag ein angemessenes Arbeitspensum zu erledigen und konzentriert zu arbeiten. Konzentration bedeutet für uns, sich nur mit der vor uns liegenden Arbeit zu beschäftigen und dieser nicht auszuweichen. In der Freizeit und in den Pausen denken wir nicht an die Arbeit.

  • Wir versuchen, unsere Leistungsfähigkeit und unsere Grenzen realistisch und ohne Angst zu erkennen und zu akzeptieren.
  • Wir versuchen, unsere Arbeit sinnvoll zu planen und sie dann in kleinen Schritten auszuführen.
  • An jedem Tag, den wir uns als Arbeitstag gesetzt haben, versuchen wir, regelmäßig zu arbeiten.
  • Jeder legt für sich selbst fest, welche Arbeitsmenge für ihn angemessen ist. Wir verpflichten uns jeden Tag aufs Neue, das von uns selbst bestimmte Arbeitspensum einzuhalten.
  • An das Ergebnis unserer Arbeit versuchen wir nicht zu denken, denn der Erfolg liegt nicht in unserer Hand. Wir können nur ehrlich versuchen, angemessen zu arbeiten.